Die ‚Erfindung‘ der Münze – wer, wann, wo und warum ? more

published in " Geldgeschichte im Geldmuseum, Deutsche Bank Eurosystem,
Frankfurt 2010, p. 5 - 20

GELDGESCHICHTE 2010 IM GELDMUSEUM Inhalt ANDREAS FURTWÄNGLER Die ‚Erfindung‘ der Münze – wer, wann, wo und warum ? TORSTEN FRIED Albrecht von Wallenstein und seine geprägte Herrschaft GOTTFRIED GABRIEL ‚Ein schönes Stück Geld‘ Zur Ästhetik der deutschen Münzen und Banknoten REINHOLD WALBURG „ … für alle Fälle …“ – Die geheimnisvollen Banknoten aus der Zeit der Deutschen Mark 5 21 41 61 Impressum Das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank Herausgeber : Deutsche Bundesbank, Wilhelm-Epstein-Str.ª14, 60431 Frankfurt am Main Redaktion : Reinhold Walburg Gestaltung : Silke Berg, Frankfurt am Main Druck : Selters - Druck Vertriebs - und Service GmbH, Selters Frankfurt am Main /2011 ISSN 1869-8026 ARDASHIR UND DIE MACHT DER BILDER Vorwort Mit circa 1600 Jahren könnte der zeitliche Rahmen, in dem sich die Beitragsinhalte dieses Bandes bewegen, kaum weiter gefaßt sein : In das siebte Jahrhundert vor Christus führt uns Andreas E. Furtwängler mit seinem Versuch, mehr Licht in das Halbdunkel zu bringen, das noch immer die ‚Erfindung‘ der Münze umgibt ; die Behandlung der Frühzeit des neuen Mediums bis zu der Münzreform des Kroisos um die Mitte des sechsten Jahrhunderts vor Christus bildet den thematisch zweiten Teil des Dargebotenen. Ein weiter Zeitsprung trägt uns an den Beginn des 17. Jahrhunderts zu den Münzen und Medaillen des Albrecht von Wallenstein, vorgestellt von Torsten Fried – eine Studie über die in Metall verewigte Selbstdarstellung eines Machtmenschen, nach seinen eigenen Worten hergestellt „nicht um des Nutzens Willen, sondern für die Reputation“. In der jüngeren deutschen Geldgeschichte sind die beiden folgenden Untersuchungen verortet. Nach einer Analyse der politischen Bildersprache des deutschen Geldes (erschienen in dem Band 2007 dieser Reihe), widmet sich Gottfried Gabriel nun der Ästhetik von Münzen und Banknoten ; Stofflichkeit und Gestaltung der Zahlungsmittel werden im Hinblick auf ihre psychologische Wirkung auf den Benutzer einer eingehenden Prüfung unterzogen. Der vierte Beitrag behandelt ein Stück deutscher Währungsgeschichte des 20. Jahrhunderts : Erstmalig werden die Scheine der in den 1960er Jahren hergestellten geheimen DM-Ersatzserien vollzählig abgebildet und von der Aura des Geheimnisvollen befreit. [ Der Beitrag von Reinhard Wolters („Mangel an Geld oder Mangel an Vertrauen : Finanz- und Kreditkrisen im antiken Rom“), der als Teil der Vortragsreihe in dem vorliegenden Band hätte erscheinen sollen, wird erst in dem folgenden Band publiziert werden, da es dem Autor aufgrund mannigfacher anderer Verpflichtungen nicht möglich war, das Manuskript innerhalb des gesteckten Zeitrahmens zu erstellen ; dafür erscheint hier bereits die schriftliche Form des Vortrags von Reinhold Walburg, gehalten am 27. April 2011. Herausgeber und Redaktion bitten die Leser um Verständnis für diese Maßnahme, die dazu dient, das Erscheinen des Bandes in dem gewohnten Format und in angemessener Zeit sicherzustellen.] ARDASHIR UND DIE MACHT DER BILDER Furtwängler / Die ‚Erfindung‘ der Münze ANDREAS FURTWÄNGLER Die ‚Erfindung‘ der Münze – wer, wann,    wo und warum ?  Für die Mehrheit der antiken Autoren, die sich zum Ursprung der Münzprägung äußerten, stand fest : Es waren die Lyder, die als erste Münzen prägten. Mit dem westkleinasiatischen Königreich Lydien verbindet man auf Anhieb dessen sprichwörtlich reichen König Kroisos (lat. Croesus), der wohl auch als erster noch vor der Mitte des sechsten vorchristlichen Jahrhunderts Münzen aus Gold und Silber prägen ließ und so Begründer bimetallischer Emissionen war. Doch schon zuvor zirkulierten im Gewicht genau justierte Prägungen aus Elektron (Abb.1–2), einer im Ursprung natürlichen Gold-SilberLegierung. Abb. 1 – 2  Frühe, bildlose Elektronstücke (M. 2  : 1). Dieses Elektron wurde rund um das Tmolos-Gebirge, nahe der lydischen Hauptstadt Sardeis, vorwiegend in Sekundärablagerungen gewonnen, so vor allem in Form winziger Pailletten aus dem Paktolos-Fluss. Als wesentlicher Anhaltspunkt für die Datierung der frühen Elektronprägungen gelten zunächst Funde aus den tieferen Schichten des Artemisions von Ephesos, im Bereich der Tempelstrukturen des 7. Jh. v. Chr. Sie kamen zunächst bei den englischen Grabungen Anfang des 20. Jh. zutage, später auch bei den österreichischen Sondagen der 70er und 80er Jahre. Die Mehrzahl dieser Elektronprägungen wurde in der englischen Erstpublikation von 1908 vorgelegt und besteht aus den unterschiedlich-  Vorträge zur Geldgeschichte 2010 sten Typen. Die Münzdatierung erfolgte nach stilistischer Bestimmung der Beifunde, worüber freilich lange wissenschaftlich debattiert wurde : Es seien z. B. eine weibliche Elfenbein- und eine winzige Elektronfigur ionischen Stils um 600 v. Chr. erwähnt (Abb. 3 und 4 ), ferner bronzene Greifenköpfe aus dem 7. Jh. v. Chr., die am Rand eines Kessels angebracht waren, oder phrygische Fibeln, wie sie auch auf einer frühen Elektron-Hemihekte wiedergegeben werden. Abb. 3  (links) Elfenbeinkore, um 600 v. Chr. Abb. 4  (rechts) Kleine Figur aus Elektron, um 600 v. Chr.  Furtwängler / Die ‚Erfindung‘ der Münze Dank der genauen Überprüfung der Stratigraphie und der Beifunde wird man davon ausgehen können, dass frühe Elektronprägungen aus dem Artemision in Schichten des 7. Jh. v. Chr. in großer Anzahl vorkommen. Doch auch stilistische Gründe sprechen für ein hohes Alter der ersten Elektronprägungen. L. Weidauer, die als erste dieser Frage nachgegangen war, hatte bereits vor über 30 Jahren am Beispiel von Kopfvergleichen nachweisen können, dass einige Darstellungen auf frühen Elektronstücken in das 7. Jh. v. Chr. gehören. Aus einem Münzschatz, der bei den türkischen Grabungen 1989 in Klazomenai (etwa 35 km südwestlich des heutigen ˙zmir) in I einer Schicht der ersten Hälfte des 6. Jh. v. Chr. zutage kam, stammen eine Anzahl von Stateren, die stilistisch bestens mit sogenannten spätdädalischen Figuren, wie etwa dem berühmten Elfenbeinjüngling aus Samos, übereinstimmen. Man beachte dieselbe Frisur, denselben Kopfaufbau (Abb. 5 – 6). Abb. 5 – 6  Stater (Ausschnitt) und samische Elfenbeinfigur. Kurzum : Es kann gar kein Zweifel bestehen, dass die nachweislich frühesten Elektronprägungen in das 7. Jh. v. Chr. zurückgehen. Von Interesse ist zunächst die Feststellung, dass diese frühen Prägungen genau justiert, also im Rahmen eines geschlossenen Gewichtssystems auf definierte Gewichtseinheiten geeicht wurden. Stater, Halbstater, Trite (1/3 Stater) , Hekte (1/6 Stater), 1/12, usw., bis hinab zu einem 1/96 Stater. Es sind durchgehend sehr genau abgewogene Stücke. Die Stater-Rückseiten geben über das Gewichtssystem Auskunft. Im phokäischen Münzfuß wird die Rückseite durch einen tiefen unregelmäßigen Treibstockeinschlag charakterisiert ; im sehr verbreiteten, sogenannten milesischen Münzfuß mit einem Stater von 14,4 g zeigen die Rückseiten drei Punzeneinschläge, deren mittlerer eine längliche Form besitzt (Abb. 7– 8).  Vorträge zur Geldgeschichte 2010 Abb. 7– 8  Statere  nach  phokäischem  (links)  bzw.  milesischem  (rechts)  Münzfuß          (M. 1  : 1). Und das gilt bereits für die frühen Stücke ohne figürliche Darstellung. Die Stückelung kann aber noch weiter herab reichen, wie T. Stingl vor wenigen Jahren am Beispiel eines kleinasiatischen Schatzfundes hat zeigen können : Dieser Hortfund beinhaltete sogar 1/192 Statere mit einem Durchschnittsgewicht von 0,07 g. Geldtheoretische Erwägungen zum Ursprung der Münzprägung hatte bereits Aristoteles vorgetragen : Er sah die Münze als Endprodukt einer Entwicklung, ja als notwendige Erfindung zur Erleichterung der täglichen Geschäfte, die den Tauschhandel weitgehend überflüssig mache. Zu Lebzeiten des Aristoteles zirkulierten Scheidemünzen als Kreditgeld in großem Umfang, so dass Aristoteles’ Vorstellungen für diese Zeit verständlich sind. Haben aber jene frühen Elektronprägungen tatsächlich diese Bedeutung gehabt ? Moderne Historiker haben die von Aristoteles gezeichnete Linie wieder aufgegriffen und die Schwerpunkte einer solchen Entwicklung abgesteckt : Sie soll vom Tauschhandel über das prämonetäre Stadium, d. h. Verrechnungseinheiten wie z. B. Rinder, Äxte, Dreifüße, Bratspieße zum Edelmetallbarren geführt haben. Schließlich kulminiere diese Entwicklung in abgewogenen Metallstücken, die dank eines aufgeprägten Bildes in Feingehalt und Gewicht staatlich garantiert worden wären. Was aber der Zweck aristotelischer Analyse des Geldursprungs war, hat der moderne Evolutionstheoretiker – so wie auch jüngst ein angesehener amerikanischer Forscher im Jahre 2010 – unberücksichtigt gelassen. Dabei hatte bereits der bekannte französische Historiker É. Will hervorgehoben, dass bei Aristoteles der ethische Ansatz dominiere, der darauf zielte, den griechischen Stadtstaat, die polis, als eine Solidargemeinschaft zu entwerfen, in der gegenseitige Hilfe erst den Zusammenhalt schaffe. Aristoteles hebt hierbei die als notwendig empfundene Schaffung von polis-Gesetzen (griech. NOMOI ) hervor, die ein gerechtes Wertverhältnis für jede Dienstleistung, jedes Produkt garantiere und folglich ein Medium als Wertmesser brauche : Das sei die Münze gewesen. Etymologisch betrachtet sei aus den NOMOI der Begriff NOMISMA, die gesetzliche Prägung entstanden. Die etymologische Ableitung ist heute noch unbestritten, die ethische Ausdeutung von nomos / nomisma muss jedoch bezweifelt werden. Im Gegenzug ging jüngst ein amerikanischer Historiker so weit, zu behaupten : „Eine Münze zu erkennen ist wie Hardcore-Pornographie zu erkennen – es ist schwer sie zu definieren, doch wenn man sie sieht, weiß man es“.  Furtwängler / Die ‚Erfindung‘ der Münze An diesem Beispiel zeigt sich, wie noch heute die Erfindung der Münze losgelöst vom historischen Kontext interpretiert werden kann. Zurück auf festeren Boden : Ein gerechtes Medium gab es etwa im Nahen Osten schon längst bevor die Münze aufkam, was zur Folge hatte, dass man dort bis in das 5. /4. Jh. v. Chr. keine Notwendigkeit empfand, Münzen zu prägen. Es bestand eine entwickelte Wirtschaftsund Handelsform, in der in Metallgewicht ausgedrückte Werteinheiten benutzt wurden, die von Ort zu Ort, je nach Entfernung des Metallproduzenten, nach Angebot und Nachfrage, in ihrer Wertrelation (‚Kurs‘) bestimmt wurden. Ein Beispiel : Unter Ramses II. (1275 v. Chr.) bietet ein Händler der ägyptischen Dame Erenofre eine syrische Sklavin an : Sie einigen sich auf 4 deben und 1 qedet (also ca. 373 g) Silber. Doch Erenofre bezahlt zunächst mit Kleidern und Tüchern im Werte von 2 deben und 2 2/3 qedet, dann leiht sie sich bei Nachbarn bronzene Gefäße, einen Honigtopf, zehn Hemden und 10 Kupferbarren im Werte der restlichen 1 deben und 8 1/3 qedet. Hier ist also die in Edelmetall ausgedrückte Werteinheit Recheneinheit. In Ausnahmefällen, und nur bei absoluter Notwendigkeit und Verfügbarkeit, griff man auf abgewogenes Edelmetall zurück. Man ist sich heute einig dass ‚Geld‘ als Begriff ein Spiegel dessen ist, wie sich Repräsentation, Gabe, Tausch, zwischenmenschliche Abhängigkeiten innerhalb einer Gemeinschaft und Kultur manifestieren. Geld in Form von Edelmetallgewichts-Recheneinheiten in Wertmesserfunktion gehorcht marktwirtschaftlichen Gesetzen. Es ist seit Jahrtausenden im Nahen Osten vertreten, infolgedessen eng mit Kultur und Gesellschaft des Zweistromlandes, von Syrien, Palästina und Ägypten verbunden. Im rein agrarisch strukturierten homerischen Griechenland des 8. – 7. Jh. v. Chr. teilt gewöhnlich eine aristokratische Oberschicht das Land weitgehend unter sich auf. Dass in diesem Falle das Rind als Wertmesser fungiert, überrascht nicht. Dass ein solcher Wertmesser schwerlich als handliche Währung bezeichnet werden kann, ist offensichtlich ; es ist vielmehr von wahrlich aristokratischer Höhe und für die breite Bevölkerung von Landarbeitern und Bauern unbrauchbar. Das bedeutet aber nicht, dass zur Zeit Homers Edelmetalle als Wertabstrakta, d. h. in unbearbeiteter, aber abgewogener Form bzw. Recheneinheiten unbekannt gewesen wären. Ein halbes Talent Gold ( hemitalanton chryson) wird in der Ilias als Preis, ein anderes Mal als Geschenk genannt. Zweifellos wird der Kontakt zwischen dem von Griechen besiedelten Raum und dem Nahen Osten zu diesem Zeitpunkt schon recht intensiv gepflegt. Über die kleinen griechischen Handelsniederlassungen in der Levante greift die marktwirtschaftliche, nahöstliche Ordnung mit ihren traditionellen  Vorträge zur Geldgeschichte 2010 Edelmetall-Recheneinheiten in zunehmendem Maße auf das griechische Mutterland über, eine Ordnung, die sich – wenn auch noch zurückhaltend – in der Ilias manifestiert. In einem Grab des 8. Jh. v. Chr. bei Knossos auf Kreta fanden sich neben Schmuckstücken gegossene und in Plättchen geschnittene Gold- und Silberbarren. Ihre respektiven Gewichte (zwischen 19 g und 7,25 g) liessen sich auf nahöstliche Recheneinheiten zurückführen, nämlich auf den ägyptischen Doppelkedet, den babylonischen und den phönikischen Schekel, freilich unter der Voraussetzung, dass die Stücke nicht aus lokaler Manufaktur stammen. Besser steht es um einen Edelmetallhort aus Eretria auf Euböa, der kurz vor 700 v. Chr., wohl infolge des Lelantinischen Krieges vergraben wurde (Abb. 9). Abb. 9  Edelmetallhort aus Eretria, um 700 v. Chr. 10 Furtwängler / Die ‚Erfindung‘ der Münze Es besteht aus Kleinbarren, Barrenbruchstücken und Elektron-Drahtfragmenten, die in einer spätgeometrischen Schale verborgen lagen. Neben Schmuckteilen fallen Goldkleinbarren auf, die – ganz nach nahöstlicher Manier – Prüfeinschläge auf ihrer Oberseite zeigen, um den Kern zu überprüfen (Abb. 10). Diese z. T. justierten Stücke sind die Zeugen eines Kleinbarrenverkehrs, der mit Edelmetall-Recheneinheiten als Wertmesser operierte. Abb. 10  Stücke mit Prüfeinschlägen aus dem Eretriahort. Zu diesem Zeitpunkt oder unmittelbar danach wird lydisches Elektron in Kleinasien bereits geprägt. Ohne auf die diffizile Frage nach dem exakten Beginn von Kleinbarrenprägungen in Kleinasien detailliert einzugehen, kann davon ausgegangen werden, dass diese spätestens um die Mitte des 7. Jh. v. Chr. in Erscheinung treten. Wichtiger als die genaue Datierung ist die Feststellung, dass mit dem Aufkommen gesiegelter Kleinbarren, die man mit einer Garantiemarke des Herausgebers versehen vermutet, bis heute noch annimmt, dass hiermit die ‚Münze‘ geboren sei. Hier müssen wir allerdings fragen, ob dies tatsächlich die Geburtsstunde der Münze ist, oder ob die Wissenschaftler, die diese Meinung vertreten, nicht einem allzu evolutionistischen Schema erlegen sind. Welche Bedeutung haben überhaupt Stempelung und Siegelung von Metallbarren ? Sie erscheinen zunächst ausschließlich im metallproduzierenden Umfeld, nämlich im elektronreichen Lydien. Es ist schon längst gesehen worden, dass die frühesten und im Siegelbild unterschiedlichen Elektronprägungen kaum mit verschiedenen Städten verbunden werden können. Doch nur Stadtstaaten und Herrscher können nomoi erlassen, über die sich die Münze als nomisma charakterisieren lässt. Ein Blick in den Nahen Osten verrät, was mit der Siegelung, den Stempeln bzw. der Beschriftung beabsichtigt war : Aus den Annalen des Sanherib (7. Jh. v. Chr.) erfahren wir, dass im assyrischen Reich HalbschekelStücke, also abgewogene und gegossene kleine Einheiten produziert wurden. Aus Sam’al (Zinçirli / Osttürkei) sind mehrere Silberbarren bekannt, die in einem administrativen Vorgang mit dem Namen des BARREKUB, Vasall des assyrischen Königs Tiglat-Pileser III. (742–722 v. Chr.) versehen wurden (Abb. 11). 11 Vorträge zur Geldgeschichte 2010 Abb. 11  Silberbarren mit der Beschriftung „dem Barrekub“ (M. 1  : 1). Das dem Namen vorangehende lamed, das hier in Aramäisch erscheint, entspricht dem dativus possesivus, was dann zusammengenommen übersetzt „dem Barrekub“ heißt. Dass es sich hier im nahöstlichen Administrationswesen um einen ganz gewöhnlichen Vorgang handelt, wird letztlich durch zahlreiche andere Beschriftungen und Siegelungen bewiesen. Aus dem 2. Jt. v. Chr., trägt eine in kananäischem Alphabet beschriftete Kanne aus Kamid’ el Loz in Palästina die Aufschrift lrb („dem Großen gehörig“). Der Titel rb ist mit große Wahrscheinlichkeit mit dem akkadischen rabu identisch (also der hohe ägyptische Würdenträger in Syrien und Palästina). In solchen Fällen handelt es sich nicht um Besitzerinschriften sondern um die Beschriftung von Produkten, die in den Handel gegeben werden. Die beste Parallele findet sich bei den in den Handel gegebenen Krongüter mit dem Königsstempel aus Judäa (7. Jh. v. Chr) ; diese zahlreich erhaltenen königlichen Krugstempel sind mit einem Bildsiegelabdruck (geflügelte Sonnenscheibe oder geflügelter Käfer ; Abb. 12–13  ) mit der Bezeichnung le-  oder lamelekh und Ortsangabe, d. h. „dem König“, also ebenfalls im Dativ, bzw. Präposition le versehen. Weitere Exemplare zeigen Stempelabdrücke mit Beischriften von privaten Produzenten. Die Siegelungen bzw. Stempelungen gehen in all diesen Fällen aus einem administrativen Vorgang der Registrierung der in den Handel gegebenen Einheiten sowie deren Herkunfts-Kennzeichnung hervor. Sie sind somit eng mit dem produzierenden Betrieb verbunden. Diese Parallelen machen deutlich, was mit der Siegelung auf abgewogenen Elektronbarren beabsichtigt war : Hier werden Kleinbarren administrativ gekennzeichnet. Es sind die in Handel gegebenen Barren von Elektronproduzenten, deren Erzeugnisse in ihrem Gold-Silbergehalt erheblich schwanken konnten, denn zu diesem Zeitpunkt war das Zementationsverfahren, die Trennung 12 Furtwängler / Die ‚Erfindung‘ der Münze Abb. 12–13  Krughenkel-Siegelungen aus Palästina mit der Bezeichnung lamelekh         („dem König“). von Gold und Silber aus dem natürlichen Elektron, noch unbekannt. Neben Buchung und Registrierung im Elektron produzierenden Betrieb, sollten freilich auch mit der Herkunftsbezeichnung bessere Preise erzielt werden. Dass nämlich Einnahmen im späteren 7. Jh. v. Chr. noch ausschließlich in Silber- bzw. Goldgewicht und nicht etwa in Elektron ausgedrückt wurde, geht aus einer Inschrift auf einer Bleiplatte hervor, die im Fundamentbereich des zweiten archaischen Artemisions von Ephesus geborgen wurde, wo sich auch zahlreiche Elektronprägungen befanden. Diese Inschrift verzeichnet säuberlich die Einnahmen des Heiligtums in Gold- und Silbereinheiten, umgerechnet ca. 50 attische Talente, die vermutlich für die Baufinanzierung eines der frühen Artemisia bereitgestellt wurden. Von Xanthos dem Lyder, einem Schriftsteller des 5. Jh. v. Chr., wissen wir, dass Kroisos, als er noch Prinz und Stadthalter von Adramytion war, von seinem Vater, König Alyattes, aufgefordert wurde, ihm ein Heer für einen Feldzug gegen die Karer (Südwest-Kleinasien) zuzuführen. Weil ihm die Mittel zur Finanzierung fehlten, wandte sich Kroisos zunächst einem gewissen Sadyattes zu, einem reichen Kaufmann und vermutlich Minenbesitzer, der ihm jedoch die Finanzhilfe versagte. Dieser Sadyattes war vermutlich kein anderer als jener bei Herodot als außerordentlich reich bezeichnete Anhänger der gegnerischen Partei, derjenigen des Pantaleon, des Halbbruders des Kroisos. Daraufhin wandte sich Kroisos an einen griechischen Freund seiner eigenen Partei, Pamphaes von Ephesos, der ihn dann unterstützte, indem er sich die nötigen Mittel von seinem Vater erbat. Durch diese Quellen erfahren wir, dass das lydische Königshaus zur Zeit des Alyattes, also um 600 / 590 v. Chr., Finanzierungsschwierigkeiten hat und offenbar nicht über die gesamte Elektronproduktion monopolistisch verfügt. Im Gegenteil : Diese ist in den Händen verschiedener 13 Vorträge zur Geldgeschichte 2010 reicher Privatleute, die als Financiers und Lobbyisten unterschiedlicher Parteien auftreten. Diese Kaufleute, Minen- und Großgrundbesitzer verfügen über eine eigene Administration, die sehr genau – nach orientalischer Tradition – Ein- und Ausgaben verbucht, und über Vermögensverhältnisse genaue Angaben abgeben kann : So vermag z. B. im frühen 5. Jh. v. Chr. der reiche lydische Minenbetreiber und Großgrundbesitzer Pythios dem persischen Großkönig Xerxes sein Vermögen bis zu der dritten Stelle hinter dem Komma mitzuteilen : 3,393 Millionen Dareikoi (persische Goldmünzen) und über 2000 Talente Silber. Dies ist das Umfeld in welchem sich die frühe Elektronbarrenproduktion herausbildet. Es liegt daher auf der Hand, dass die verschiedenen Kleinbarrensiegel, die eine Vielfalt von Tieren, Mischwesen, ornamentalen Verzierungen, ja Menschenköpfe mit ornamental geformten Ohren, Trachtgegenstände u. a., die also die Bilderwelt des 7. Jh. v. Chr. wiedergeben, nicht nur auf Städte und Produzenten zu verteilen sind, sondern dass sie auch zu administrativen Zwecken variiert wurden, um etwa eine ganz bestimmte Produktion volumenmäßig zu erfassen, Buchung sowie Überprüfung durchsichtiger zu gestalten. Eine Besonderheit ist die bis zu einem 1/192 Stater (0,07g) herab reichende Kleinbarrenstückelung. Sie dürfte u. a. auf die kapeloi, jene als typisch für Lydien überlieferte und später auch in den Griechenstädten handelnden Kleinhändler und Wirtshausbesitzer reagieren, die über genau abgewogenes Rohmetall in Kleinstbarrenform verfügen wollten. Wann entstand nun die Münze, das nomisma, und aus welchem Grund ? Das nomisma erscheint – im Gegensatz zum gesiegelten Elektronkleinbarren – nicht nur im Umfeld Metall produzierender Regionen. Im Gegenteil : Ägina, das relativ früh im 6. Jh. v. Chr. Silbermünzen prägte, verfügte über kein eigenes Silbervorkommen. Nun erfährt man aus Gesetzestexten bzw. Vorlagen des 6. Jh. v. Chr. aus Eretria und Athen, dass die Münzprägung im Stadtstaat, der archaischen polis, gesetzlich geregelt war und dass es sich um ein exklusives staatliches Recht handelt : Hier ist von dokima chremata die Rede, also von überprüftem, legalem Münzgeld. Die eigene städtische Prägung musste freilich vorfinanziert werden, was sich nur unter ganz bestimmten Bedingungen lohnte ; einer der wesentlichen Gründe war der Überschuss, den man über den Kurs der eigenen Münze im staatlichen Geltungsbereich zu erwirtschaften hoffte. Der Kurs eigener nomismata wurde staatlich festgesetzt, er lag gewöhnlich über dem Materialwert und war trotz eines etwaigen mit fremden Prägungen gleichgestellten Nennwertes höher bewertet. Darin unterscheidet sich nomisma vom Kleinbarren, die Münze von einem im Gewicht justierten und mit dem Produzenten-Siegel versehenen Edelmetallstück. 14 Furtwängler / Die ‚Erfindung‘ der Münze Damit gelangen wir schließlich zur Frage, in welcher Prägung wir die ersten nomismata, bzw. Münzen erkennen dürfen, unter welchem Herrscher die eigentliche Geburtsstunde der Münze stattfand und welche Gründe hierfür tonangebend waren. Von dem um 580 v. Chr. geborenen Xenophanes aus Kolophon erfahren wir quasi aus erster Hand, dass die Lyder die ersten gewesen seien, die nomismata geprägt hätten. Nun fällt aus dem „Gros“ der Kleinbarrenemissionen eine durch ihren erheblich größeren Umfang gekennzeichnete lydische Prägung heraus, deren Einzelstücke z. T. stark zirkuliert sind, und die einerseits aus 1⁄ 3 Stateren (Triten) besteht, ferner aus 1 ⁄ 6 (Hekten), 1⁄ 12 (Hemihekten) und schließlich aus 1⁄ 24 , 1 ⁄ 48 und 1⁄ 96 Stateren, Stücke die von 4,7 g (Triten) bis zu 0,15 g (1⁄ 96) hinab reichen. Wegen des bei großen Einheiten stets erscheinenden Löwenkopfes, der Löwenpranken bei den kleineren Nominalen (Abb. 14–15) und der weiten Zirkulation im lydischen Reich gilt diese weitaus umfangreichste Emission der Frühzeit sicher zu Recht als lydische Königsprägung, bei der selbst Stempelverbindungen zwischen 1⁄ 48 Löwenprankenstücke und Hekten mit dem Löwenkopf auftreten. Abb. 14 –15  1     ⁄3 Stater mit Löwenkopf und 1⁄24 Stater mit Löwenpranke. Die Triten mit dem Löwenkopf aus dem Münzhort von Gordion, der ehemaligen phrygischen Hauptstadt, die im 7. Jh. v. Chr. dem lydischen Reich einverleibt worden war, sind z. T. stark abgegriffen. Ferner zeigen gewisse Triten – im Gegensatz zu den sonst bekannten frühen Elektronprägungen – kleine Gegenstempel und Abnutzungserscheinungen, die auf eine lange Zirkulationsdauer hinweisen (Abb. 16). Abb. 16  Abgegriffener lydischer Drittelstater mit Gegenstempeln.  1 Vorträge zur Geldgeschichte 2010 Von Interesse ist schließlich die Tatsache, dass die üblichen, eine Strahlenwarze auf der Stirn aufweisenden Löwenköpfe, über ihre Rückseiten mit Prägungen stempelverbunden sind, die zwei zueinander gewandte Löwenköpfe und die lydischen Beischriften Walwel oder auch Kukalim zeigen. Die Bezeichnung Kukalim bedeutet mit großer Wahrscheinlichkeit „Ich bin des Kukas“, also eine Formel, die sich entsprechend – und wie bereits erwähnt – im nahöstlichen Administrationswesen wiederfindet, und dies für einen ganz gewöhnlichen Vorgang, der durch zahlreiche Beschriftungen und Siegelungen belegt ist. Diese lydischen Legenden (z. B. auch late vor einem Eberkopf) lassen sich – trotz mancher Versuche namhafter Wissenschaftler – mit keinem einzigen Namen lydischer Könige verbinden. Andererseits wäre es verwunderlich, wenn es sich um Beamtennamen handeln würde, da Überprüfungsbeamte sich kaum anmaßen konnten, Ansprüche auf das königliche Emblem durch die Beischrift ihres Namens anzumelden. Die Interpretation als Beamtennahme kann also nicht zutreffen. Ich hatte bereits darauf hingewiesen, dass die grammatikalische Form des Possessivums in der orientalischen Glyptik keineswegs auf das Siegelbild, sondern auf die aus Kron- bzw. privaten Gütern herausgegebenen Produkte bezieht. Daraus geht logischerweise hervor, dass die Herren WALWE und KUKAS als Financiers bzw. Produzenten an der zentral geleiteten königlichen Münzprägung auftreten. Aber warum ? Sie hätten ebenso gut ihre traditionellen Kleinbarrenemissionen herausgeben können, die über den Edelmetallhandel taxiert worden wäre. Hier kommen zunächst zwei Möglichkeiten in Betracht : Einmal wären WALWE und KUKAS durch königlichen Erlass dazu gezwungen worden, in der einzigen legalen (königlichen) Münzstätte prägen zu lassen, oder aber sie erhofften sich über diesen Umweg höhere Gewinne zu erwirtschaften, was aber das Einverständnis der königlichen Administration bedingt hätte. Doch diese Alternativen sind – für sich allein betrachtet – wenig wahrscheinlich, es sei denn man verbindet beide miteinander : Dies setzt voraus, dass der Kurs einer nun monopolisierten Kleinbarrenproduktion durch königlichen Erlass fixiert wurde, um den im Feingehalt schwankenden Elektron einen geregelten Wert, eine klare und definierte Ratio bzw. Verhältnis zu Gold und Silber innerhalb der Grenzen Lydiens zu verschaffen. Per Gesetz wird somit der justierte Kleinbarren zum nomisma, also zur Münze. Oder anders ausgedrückt : Die königliche Prägestätte erhält per Erlass das Prägemonopol für das Königreich Lydien. Die privaten Elektronproduzenten haben für das lydische Hoheitsgebiet nur noch in der königlichen Münze prägen zu lassen ; als Gegenleistung werden sie am Gewinn beteiligt, der aus der Kursbegünstigung der monopolisierten Münze gegenüber dem privaten Kleinbarren und dem Silber-Gold-Kurs erwächst. Beide Parteien, die staatliche und diejenige der privaten Produzenten haben somit Interesse, in Sardeis prägen zu lassen, wobei die Produktion selbständiger Elektronproduzenten zu administrativen bzw. Buchungszwecken mit ihrem Namen versehen werden. 1 Furtwängler / Die ‚Erfindung‘ der Münze Nun liegen die Gefahren einer solchen Regelung auf der Hand : Wegen des relativ hohen aber schwankenden Goldgehalts des Elektron kommt die königliche Administration bei Finanzknappheit in Versuchung, das natürliche Elektron durch niedriger bewertete Metalle zu ‚verlängern‘ um über die Trägheit des Marktes kurzfristig zusätzliche Finanzmittel zu erhalten. Und dies ist offenbar auch bald geschehen : Zahlreiche Analysen nach neuen Methoden wie der Röntgenspektroskopie, der Neutronenaktivierungsanalyse, der Prompte-Gamma-Neutronenaktivierungsanalyse und der Rutherford-Rückstreuspektrometrie sind zwar für sich allein genommen durchaus problematisch, aber in Verbund und unter gelegentlicher Anwendung traditioneller Methoden, wie Dichtemessung und nasschemischer Analyse, gelangt man auf einen durchschnittlichen und gesicherten Gehalt von rund 54 % Gold, 44 % Silber, knappe 2 % Kupfer und Spuren von Platinmetallen. Ferner konnte auch 0,2 % Blei nachgewiesen werden, was für kupelliertes, also künstlich zugefügtes Silber spricht. Ebenso ist Kupfer als Flussmittel offenbar der Legierung zugefügt worden. Flußgold / -elektron aus dem Paktolos und Hermos hat aber ursprünglich einen Goldgehalt von 70–83 %. Es liegt also die Vermutung nahe, dass die Löwenkopfserien einen Materialwert von 70–75 % Goldanteil suggerieren sollten, während sie nur 54 % hatten. Nun prägen eine Anzahl griechischer Städte an der Westküste Kleinasiens eigene Münzen, etwa Milet, vielleicht jener Phanes in Ephesos ( ?), sicher auch Phokaia, deren Emissionen von Anfang an nach offiziellen, gesetzlich festgelegten Legierungen herausgegeben wurden, wie F. Bodenstedt nachweisen konnte. Gleiches gilt sicher auch für andere ionische Elektronprägungen. Mit der Herrschaft des Sadyattes ca. 625 v. Chr. und seines Nachfolgers Alyattes (ab 613 v. Chr.), der das lydische Reich nach Westen bis zur Küste, nach Osten bis zum Halysbogen (östlich von Ankara) erweiterte, beginnen die Emissionen der lydischen Löwenkopf- und Prankenserien. Diese frühesten lydischen Münzen, bzw. frühesten nomismata (= gesetzliche Prägungen) gewinnen mit der Konsolidierung des Reiches unter Alyattes an Verbreitung. Die archäologischen Fakten (Ephesos-Funde) unterstützen diese Datierung. Die sehr hohe Ausprägung von Löwen-Triten und der zur selben Emission gehörenden Prankenserien sprechen zugunsten einer adäquaten Akzeptanz auch unter lydischen Söldnern, die sich auf Märkten bewegten, die selbst wiederum unter Kontrolle der königlichen Administration standen. Private Elektronproduzenten wie KUKAS und WALWE lieferten bereitwillig das Metall aus, denn die Gewinnbeteiligung dürfte deutlich höher gelegen haben, als diejenige, die man zuvor erzielt hatte, da die lydischen Löwenkopf- und Prankenserien einen niedrigeren Goldanteil von 54% hatten, während ihr Nennwert 75 % Goldanteil entsprach. 1 Vorträge zur Geldgeschichte 2010 Doch wohl schon im 7. Jh. v. Chr. wurden solche Löwenkopfserien in unzuverlässiger Legierung grob nachgeahmt ; recht gute Fälschungen sind bald nachweisbar. Das Misstrauen gegenüber lydischen Prägungen wuchs. Die Reaktion mancher griechischer Städte ließ nicht auf sich warten. Für das eigene Stadtgebiet wurden Legierungsgesetze erlassen (für Phokaia und Mytilene inschriftlich nachgewiesen), man gab eigene Emissionen aus, oft sogar größere Werte, wie den Stater von 14,4 g (milesischer Münzfuß) oder von 15,4 g (phokäischer Münzfuß). Die Akzeptanz der lydischen Münze muss im ersten Drittel des 6. Jh. v. Chr. empfindlich nachgelassen haben. Sie wurden vermutlich nur noch zu einem ungünstigen Agio in Münzen ionischer Städte gewechselt, da man nun generell anderen Prägungen den Vorzug gab. Abb. 17–18  Prägungen des Kroisos aus reinem Gold und Silber (M. 1  : 1). König Kroisos in Sardeis musste darauf reagieren. Es erfolgte gegen 560 v. Chr. eine Währungsreform. Es ist anzunehmen, dass die lydischen Elektronprägungen eingezogen wurden. Dank des zu diesem Zeitpunkt schon entwickelten Zementationsverfahren, der Trennung von Gold und Silber aus dem natürlichen Elektron, wurden jetzt die ersten bimetallischen Emissionen herausgegeben, um das verlorene Vertrauen auf den Märkten zurückzugewinnen (Abb. 17–18). 1 Furtwängler / Die ‚Erfindung‘ der Münze Abbildungsnachweis : (Falls nicht anders angegeben, sind die Objekte ohne festen Maßstab vergrößert bzw. verkleinert wiedergegeben) Abb. 1 – 2 Deutsche Bundesbank, Frankfurt. Abb. 3 A. Bammer, Das Heiligtum der Artemis von Ephesos. Graz 1984, Abb. 91. Abb. 4 A. Bammer, Das Heiligtum der Artemis von Ephesos. Graz 1984, Abb. 86. Abb. 5 Courtesy of Clazomenai-Excavation. Abb. 6 L. Weidauer, Probleme der frühen Elektronprägung. Fribourg 1975, Tf. 27.5. Abb. 7– 8 Deutsche Bundesbank, Frankfurt. Abb. 9 P. G. Themelis, An 8th Century Goldsmith’s Workshop at Eretria, in : R. Hägg (ed.), The Greek Renaissance of the Eight Century B. C. : Tradion and Innovation. Stockholm 1983, 160 fig. 7. Abb. 10 wie vor, 163 fig. 9. Abb. 11 Staatliche Museen zu Berlin. Abb. 12– 13 J. B. Pritchard, Gibeon, where the sun stood still. Princeton 1962, Abb. 81 und 82. Abb. 14 Deutsche Bundesbank, Frankfurt. Abb. 15 Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus Katalog der Auktion Gorny & Mosch 165 (2008), 1311. Abb. 16 Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus Katalog der Auktion Künker 174 (2010), 377. Abb. 17– 18 Deutsche Bundesbank, Frankfurt. Literatur in Auswahl Balmuth, M. S. (ed.), Hacksilber to Coinage : New Insights into the Monetary History of the Near East and Greece. New York 2001. Furtwängler, A. E., Neue Beobachtungen zur frühen Münzprägung, in : Schweizerische Numismatische Rundschau 65, 1986, 153–165. Kroll, J. H., The Monetary Use of Weight Bullion in Archaic Greece, in : W. V. Harris (ed.), The Monetary Systems of the Greeks and the Romans. Oxford 2008, 13–37. Kroll, J H., The coins of Sardis, in : N. D. Cahill (ed.), Lidyalılar ve Dünlyaları / The Lydians and Their World. Istanbul 2010, 143–156. Le Rider, G., La naissance de la monnaie. Pratiques monétaires de l’Orient ancien. Paris 2001. Wallace, R. W., KUKALIM, WALWET, and the Artemision Deposit. Problems in ear. ly Anatolian Electrum Coinage, in : P. G. van Alfen (ed.), Agoranomia. Studies in Money and Exchange presented to John H. Kroll. New-York 2006, 37– 48. Weidauer, L., Probleme der frühen Elektronprägung. Fribourg 1975. 1 Vorträge zur Geldgeschichte 2010 20
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